Die prämierten Diplomarbeiten 2006:Platz 1: Andrea Retzbach Platz 2: Oliver Korz Platz 3: Dirk Frieser |
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Andrea Retzbach
Was führt zu Karriereerfolg?
Die Diplomarbeit untersuchte Beziehungen zwischen individuellen und organisationalen Merkmalen des Karriereerfolgs mit dem Ziel, die für Arbeitszufriedenheit und Verbleib in der Organisation günstigen Kombinationen zu identifizieren. Diese zeigen sich in den Merkmalen der beruflichen Selbstwirksamkeitserwartung (die Zuversichtlichkeit, berufliche Aufgaben zu meistern), dem Wissen um das, was man kann und will sowie in Formen der Person-Job-Passung.
Oliver Korz
Dienstleistungsorientierung und organisationale Identifikation:
Ein dissonanztheoretischer Ansatz
Organisationale Dienstleistungsorientierung (DLO), auch als Dienstleistungsklima (DLK) bekannt, und die persönliche DLO der Mitarbeiter korrelierten in bisherigen Studien nur sehr gering. Dieser unerwartete Befund wird dissonanztheoretisch erklärt, und es wird argumentiert, dass bei hoher Identifikation mit dem Unternehmen dieser Zusammenhang hoch, bei geringer Identifikation gering sein sollte. Vielfältige empirische Hinweise einer Studie bestätigen dies.
Dirk Frieser
Antezedenten und Konsequenzen von Being Hooked:
Persönlich-emotionale Involviertheit bei TV-Werbung
In dieser Diplomarbeit wurden Faktoren zu identifizieren versucht, die dafür verantwortlich sind, dass wir zu dem einen oder anderen Werbespot eine Art persönlichen Bezug haben, von diesem mit einer Art „Haken" versehen werden (engl. Being Hooked), der uns stärker in die Handlung eintauchen lässt und auf den wir mit positiven Gefühlen und positiven Einstellungen reagieren. Die Ergebnisse zeigen, dass dies dann am stärksten ist, wenn die in den Werbespots dargestellten Inhalte Bezüge zur eigenen Biographie haben.
Simone Henn
Entwicklung eines quantitativen Instruments zur Messung der Unternehmenskultur
von Dienstleistungsunternehmen
Aus einer Systematik der Messung von Unternehmenskulturdimensionen und anschließenden qualitativen Interviews wurden 67 Indikatoren identifiziert, von denen sich nach quantitativen Analysen 58 als für das zu entwickelnde Instrument brauchbar erwiesen.
Lisa Eckardt
Die Rolle von Relationalem Kontrakt und Vertrauen:
Eine vergleichende Studie
Unter „Relationaler Kontrakt" wird das Ungeschriebene zwischen Unternehmen und Mitarbeiter verstanden, also das, was über den formalen transaktionalen Vertrag hinausgeht, der „Geld gegen Leistung" konkretisiert. Ein relationaler Kontrakt wird dagegen von sozio-emotionalen Aspekten gekennzeichnet. „Relationaler Kontrakt" und Vertrauen (in Unternehmen, Management und Führungskraft) werden beide als grundlegende Bedingungen erfolgreicher Unternehmen aufgefasst. Das Ziel dieser Diplomarbeit war insbesondere die Untersuchung, wie sich der relationale Kontrakt und das Vertrauen von Mitarbeitern mit bzw. ohne Erfahrung betriebsbedingter Kündigungen unterscheiden. Wie erwartet, beeinträchtigt die Erfahrung mit Kündigungen beide. Besonders schädlich für den relationalen Kontrakt und das Vertrauen in Unternehmen und Management wirkt sich aus, wenn die betriebsbedingten Kündigungen als Vertragsbruch aufgefasst werden.
Christina Martens
"Changezynismus" - oder was es bedeutet, wenn Veränderungen am
Arbeitsplatz stinken wie ein totes Murmeltier
Ziel dieser laufenden Arbeit ist eine Analyse des Konstrukts „Changezynismus", das heißt deren antezedenter und konsequenter Merkmale mit Hilfe einer Befragung von Mitarbeitern aus verschiedenen deutschen Unternehmen. Die individuelle Vorgeschichte von Initiativen zu Änderungen in den Unternehmen, Aspekte wahrgenommener organisationaler Gerechtigkeit, das Vertrauen ins Management sowie reduzierte Extra-Rollen-Verhaltensweisen werden in der Literatur als kritische Merkmale behandelt.
Astrid Besant
Das Jahresmitarbeitergespräch aus der Sicht von Mitarbeitern und
Führungskräften
Jahresmitarbeitergespräche zwischen Führungskräften und Mitarbeitern haben die Funktionen, Leistung und Arbeitszufriedenheit zu fördern. Die Organisationspsychologie hat eine Reihe von Instrumenten hierfür entwickelt, zum Beispiel Zielvereinbarungen oder Führungsfeedback. Die Diplomarbeit hat die Ergebnisse zweier im Abstand von 15 Monaten durchgeführter Jahresmitarbeitergespräche eines Medienunternehmens analysiert.
Viktoria Smirnow
Eine Studie zur Motivationspsychologie:
Zielsetzung und Zufriedenheit an Hochschulen
Die Diplomarbeit untersuchte die zentrale Annahme einer Theorie der Arbeitsmotivation, der zufolge allein das Setzen von Zielen Individuen motiviert, diese selbst gesetzten Ziele zu erreichen. Eine externe Belohnung ist dafür nicht notwendig. Plausibel ist, dass die Zielerreichung zufrieden macht. Die Ergebnisse der Untersuchung an Studierenden zweier Hochschulen zeigen, dass sich die Zielsetzung, wie angenommen, günstig auf die Leistung auswirkt. Weiter ergaben sich positive Beziehungen zwischen Zielsetzung und Zufriedenheit mit den Inhalten des Studienfaches und zwischen Leistung und Zufriedenheit mit den Inhalten des Studienfaches. Diese Beziehungen waren stärker, wenn die Studierenden ihre Selbstwirksamkeitserwartungen (die Zuversichtlichkeit, Studienanforderungen zu bewältigen) als hoch einschätzten, und sie waren auch unter Studierenden der Fachhochschule stärker als unter Studierenden der Universität.
Sascha Haun
Ein Experiment: Wie wirkt sich die Fähigkeit zur emotionalen
Selbstregulation auf die Arbeitszufriedenheit aus?
Mit Hilfe eines Experiments wurde untersucht, ob a) die Fähigkeit zur Selbstregulation für die Arbeitszufriedenheit günstig ist und b) Aufgaben, die im hohen Maß Selbstregulation erfordern, negative Gedanken zur Arbeit evozieren und so die Arbeitszufriedenheit senken. Hypothese a) konnte bestätigt werden, Hypothese b) nicht.
Sarah Dudenhöffer
Lehrer als Dienstleister:
Inwiefern ähnelt Stress mit Schülern und deren Eltern dem Stress mit Kunden?
Das bislang nur in wirtschaftlichen Dienstleistungen untersuchte Konzept der kundenbezogenen Stressoren wird auf den schulischen Kontext übertragen und sowohl mit Bezug auf Schüler als auch mit Bezug auf Eltern untersucht. Es ergaben sich einige Parallelen zur bisherigen Forschung, aber auch einige Besonderheiten. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass der Stress mit Eltern dabei eine wichtige Rolle spielt, die in bisherigen Untersuchungen oft unbeachtet blieb.
Ursula Hentschel
Ältere Models in der jugendlichen Werbebranche:
Wie spricht man die Zielgruppe 50+ am
besten an?
Ziel dieser Diplomarbeit war die Untersuchung der Fragen, wie überzeugend jüngere und ältere Models in der Werbung bei jüngeren und älteren Konsumenten sind und ob die erlebte Überzeugung der Models von der untersuchten Produktkategorie abhängt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich jüngere und ältere Konsumenten in ihrer Bevorzugung und Ablehnung von Models ähnlich waren. Diese Präferenzen hängen deutlich mit den Produktkategorien zusammen: Warben die Models für Mode, fanden die Konsumenten jüngere Models überzeugender, und das bei Mode für Frauen stärker als bei Mode für Männer. Warben die Models für Kopfschmerztabletten, hielten die Konsumenten ältere Models für überzeugender und hier besonders die weiblichen Models.
Anina Bolenius
Die Wirkung dargestellter Gefühle in der Werbung:
Der Einfluss von Emotional Flow auf die wahrgenommene Produktattraktivität
Ein zentrales Moment der Bindung von Konsumenten an Markenprodukte sehen Werbende darin, Gefühle, die infolge der Rezeption von Werbung erzeugt werden, auf die beworbenen Marken zu übertragen. Die Diplomarbeit untersuchte, ob das mit einer in der Literatur vorgeschlagenen Gestaltungsart von Werbung erreicht werden kann. Diese Art von Gestaltung zeigt, wie sich die Gefühle der Protagonisten in Werbespots infolge der Produktnutzung von einem wenig angenehmen oder indifferenten Zustand in einen angenehmen ändern. Das wird als Emotional Flow bezeichnet. Die Ergebnisse zeigen, dass dies nur dann gelingt, wenn über Emotional Flow hinaus weitere Bedingungen gemeinsam gegeben sind.
Olga Ackermann
Emotionale Bindung an Marken
Das Ziel dieser laufenden Diplomarbeit ist die Entwicklung eines diagnostischen Instruments, welches die emotionale Bindung der Konsumenten an Marken erfassen soll. In den USA ist ein solches Instrument entwickelt worden, das sich jedoch nicht unmittelbar auf den deutschsprachigen kulturellen Kontext anwenden lässt. Voruntersuchungen zeigten nämlich, dass die befragten Konsumenten in den USA ihre Markenbindungen enthusiastischer beschreiben als die Konsumenten in Deutschland, deren Bindungen an Marken nüchterner sind und vermutlich an anderen Kriterien orientiert.
Tobias Löbig
Emotionale Bindungen an Marken
In dieser Diplomarbeit ist ebenfalls die Konstruktion eines diagnostischen Instruments zur Erfassung von emotionalen Bindungen an Marken geplant. Ein Vergleich der Ergebnisse beider Erhebungen soll Aufschluss über die Validität des Konstrukts geben. Aus den theoretischen Grundlagen der Bindungsforschung werden Hypothesen abgeleitet und im Kontext von Markenbindungen geprüft. Diese Hypothesen beziehen sich auf Fragen, ob Bindungen an Marken nicht zufrieden stellende zwischenmenschliche Bindungen kompensieren oder aber Ausdruck einer allgemeinen Bindungsfähigkeit sind.
Preisverleihung im Rahmen des Hochschulforums für Wirtschaftspsychologie am 22. Juli 2005Das Hochschulforum für Wirtschaftspsychologie am 22. Juli war wieder einmal ein willkommener Anlass für Vertreter der Wissenschaft und der Praxis, sich zu treffen und auszutauschen. |
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In seinen einleitenden Worten konnte der Vorsitzende des Fördervereins für Wirtschaftspsychologie, Karl Gläs auf die steigende Bedeutung des Faches verweisen: "Es gibt heute kaum noch ein großes Unternehmen, in dem nicht Psychologen tätig sind oder zumindest als externe Berater eine wichtige Rolle spielen." |
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In seinem Vortrag konnte Professor Christian Dormann dann auch sehr deutlich machen, warum Wirtschaftspsychologen zunehmend eingesetzt werden: Aus wissenschaftlichen Analysen zu den Themenkreisen Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit wurden unter anderem Aussagen über den Nutzen abgeleitet, der einem Unternehmen bei der Etablierung eines "Dienstleistungsklimas" entsteht. Das Forum bot schließlich auch den feierlichen Rahmen, um die Förderpreise des Vereins für herausragende Diplomarbeiten zu vergeben und die Diplomarbeiten, die sich um den nächsten Förderpreis bewerben, vorzustellen. |
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Die prämierten Diplomarbeiten 2005:Bleiben tut weh Marken in der Krise Wirkung von POS, PSS, Vertrauen, psychologischem Kontrakt und
Gerechtigkeitsempfinden auf Organizational-Citizenship-Behavior |
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Teilnehmer/in |
Titel der Arbeit |
Preis |
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Nadine Schuster |
Bleiben tut weh |
1.Preis |
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Cornelia Jung |
Marken in der Krise |
2.Preis |
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Sonja Schauß |
Wirkung von POS, PSS, Vertrauen, psychologischem Kontrakt und Gerechtigkeitsempfinden auf Organizational-Citizenship-Behavior |
3.Preis |
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Anina Bolenius |
Wirkung emotionaler Werbung auf Markenbindungen |
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Häns Tatzel |
Analyse und Bewertung eines Assessmentcenters im Rahmen eines Bewerberauswahlprozesses |
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Anton Keller |
Interpersonelle Konflikte in Organisationen |
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Jana Knott |
Leben ist mehr als Überleben |
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Janine Kulina |
Affektive Assoziationen zu Marken und Produkten |
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Henning Sander |
Die Vorhersage von Ausbildungserfolg in der chemischen Industrie |
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Peter Schneider |
So ein Ärger!! |
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Andrea Struth |
Inhaltsanalyse von Bewerbungsratgebern nach Impression Management Strategien im Einstellungsinterview |
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Förderpreis 2004
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